Körnerkissen

So verwendet man Körnerkissen richtig

Körnerkissen können gut als Wärmekissen verwendet werden. Sie helfen bei Nackenverspannungen sowie jeglicher Art der Verspannung, wohltuende Wärme auf der verspannten Stelle zu verbreiten. Doch sind sie weit mehr als nur Wärmelieferanten, denn sie eignen sich ebenso gut zum Abkühlen.

Wie wird das Körnerkissen eingesetzt?

Die Verwendungsmöglichkeiten des Körnerkissens sind mannigfaltig. Man kann sie grob in diese Kategorien aufteilen:
– Hilfe beim Einschlafen
– Wärme bei Verspannung
– Abkühlen bei Bedarf

Das Körnerkissen findet in den meisten Fällen zum Lösen von Verspannungen sowie zum Wärmen Verwendung. Dabei wird das Kissen einfach auf den verspannten Nacken, Rücken oder auf jeden anderen Körperteil gelegt. Dort verbreitet es seine entspannende Wirkung auf der betreffenden Stelle. Dafür muss man das Körnerkissen nur kurz in die Mikrowelle, in den Backofen oder auf den Kachelofen legen. Die Wärme wird dank der Körner lange in dem Kissen gespeichert. Das Kissen mit den Körnern ist jedoch auch noch für andere Zwecke gut geeignet. Bei Prellungen, Verstauchungen sowie Schmerzen jeglicher Art, kann es als Kühlkissen eingesetzt werden. Das Kissen wird dazu einfach einige Zeit in den Kühlschrank gelegt. Die Kälte wird ebenso wie die Wärme für längere Zeit in den Körnern gespeichert. Langsam nach und nach wird die Kühle des Kissens an die schmerzende Stelle abgegeben, es entfaltet auch hier seine Wirkung. Eine weitere Verwendungsmöglichkeit dieses vielseitigen Kissens besteht in seiner abstützenden Eigenschaft. Ein Dinkelkissen, das unter den Kopf gelegt wird, stützt diesen ab und dadurch wird man vor Verspannungen im Kopf sowie Nackenbereich bewahrt. Der Dinkel kann zwar etwas knistern, aber die entspannende Wirkeigenschaft dieses Kissens überwiegt. Somit kann man sich voll und ganz der angenehmen Ruhe, die sich im Körper ausbreitet, überlassen.

Welche Füllungen gibt es für das Körnerkissen?

Körnerkissen gibt es mit den unterschiedlichsten Füllungen. Sie werden mit Getreidekörnern gefüllt im Handel angeboten, das können zum Beispiel Roggen, Weizen oder Dinkel sein. Es gibt sie auch mit getrockneten und gereinigten Obstkernen wie beispielsweise Kirsch- oder Traubenkernen. Getreidekörner speichern eine eher feuchte Wärme, während Obstkernen eine eher trockene Wärme innewohnt. Je nachdem, mit welcher Füllung das Körnerkissen bestückt ist, hat es eine andere Funktion und Einsatzmöglichkeit. Das sind die bekanntesten Materialien, die zum Füllen des Körnerkissens verwendet werden:

– Roggen
– Weizen
– Dinkel
– Leinsamen
– Rabssamen
– Johanniskerne
– Traubenkerne
– Kirschkerne

In welchen verschiedenen Formen gibt es das Körnerkissen?

Das Körnerkissen wird im Handel in vielen Formen sowie in den unterschiedlichsten Farben angeboten. Früher gab es lediglich eine Form, das war das rechteckige Körnerkissen. Diese Form gehört heute zu den klassischen Formen für so ein Kissen. Das Kissen kann mit nur einer einzigen Kammer oder mit vielen Kammern ausgestattet werden. Die Verwendung von vielen Kammern hat unterschiedliche Vorteile. Die Wärme hält länger an, wenn das Kissen aus vielen verschiedenen Kammern besteht, in denen die Wärme gespeichert wird. Ein Defekt an einer Kammer macht das Kissen nicht gänzlich unbrauchbar. Es kann weiterhin in Gebrauch bleiben. Das Körnerkissen gibt es auch für Kinder, meistens in lustigen Tierformen oder bedruckt mit Comicmotiven. Es gibt außerdem noch die praktischen Hörnchen, die bequem als Nackenrolle verwendet werden können. Sie helfen gegen jegliche Formen der Verspannung im Hals-, Kopf- und Nackenbereich.

So wird das Körnerkissen richtig angewendet

Das Kissen wird vor seiner Anwendung einfach nur bei niedriger Temperatur für kurze Zeit in den Ofen oder in die Mikrowelle gelegt. Sollte es zum Kühlen verwendet werden, wird es in den Kühlschrank oder in das Gefrierfach gegeben. Doch was ist außerdem noch bei der Benutzung des Körnerkissens zu beachten? Bei der Verwendung des Körnerkissens sollte man einige wichtige Dinge beachten. Beim Erwärmen des Kissens sollte darauf geachtet werden, dass das Kissen nicht zu lange in der Mikrowelle oder im Ofen bleibt. Wenn die Getreidekörner sich zu stark erhitzen, können dunkle Flecken auf dem Stoff entstehen. In seltenen Fällen, wenn das Getreide sehr heiß wird, kann es zu kleinen Löchern im Stoff kommen. Bei der Erwärmung ist daher Vorsicht geboten. Auch beim Abkühlen des Kissens im Gefrierfach sollte es nicht zu lange dort bleiben, damit die Getreidekörner durch die große Kälte keinen Schaden nehmen. Im Folgenden werden noch weitere Tipps für die Verwendung des Körnerkissens beschrieben.

Wie man das Körnerkissen am besten in der Mikrowelle erhitzt

Das Körnerkissen benötigt je nachdem, wie groß es ist, verschieden lange Zeiträume, um auf eine angenehme Temperatur aufgeheizt zu werden. Für die Mikrowelle hat sich diese beschriebene Methode am besten zum Aufheizen des Kissens in der Mikrowelle bewährt. Die Mikrowelle sollte auf eine Wattzahl von ungefähr 600 W eingestellt werden. Wenn das Kissen eine mittlere Größe hat, benötigt es ungefähr 1-2 Minuten, um warm zu werden. Es hilft, das Kissen nach 1,5 Minuten aus der Mikrowelle zu nehmen und auszuprobieren, ob es bereits die gewünschte Wärme hat. Wenn das noch nicht der Fall ist, sollte es für ungefähr 20-40 Sekunden wieder in die Mikrowelle gelegt werden. Zum Testen kann man einfach eine Hand auf das Kissen legen. Die Wärme des Kissens sollte ohne Probleme aushaltbar sein. Das Kissen ist dann warm genug. Wenn man es nicht in der Hand halten kann, dann ist es zu heiß und sollte vor der Verwendung erst abkühlen. Der Testvorgang wird so lange wiederholt, bis das Körnerkissen die richtige wohltuende Wärme verströmt sowie nicht zu stark aufgewärmt ist.

So wird das Körnerkissen im Ofen oder im Kachelofen erwärmt

Beim Erhitzen des Körnerkissens im Ofen sollte man etwas Geduld mitbringen. Zu große Hitze kann, wie oben gezeigt, Schaden an den Körnern und an dem Stoff entstehen lassen. Der Ofen sollte daher maximal auf 100 Grad Celsius erhitzt werden. Besonders ist darauf zu achten, dass das Kissen nicht in direktem Kontakt mit dem Backblech kommt. Die Hitze, die das Backblech ausstrahlt, könnte zu groß für das Kissen sein. Besser ist es, das Körnerkissen in Alufolie einzuwickeln, damit es so besser geschützt ist. Das Erwärmen des Kissens dauert dann zwar etwas länger, ungefähr 20 Minuten. Es ist dann aber sicher aufgewärmt, ohne dass es einen Schaden genommen hat. Beim Anheizen auf dem Kachelofen, sollte darauf geachtet werden das Kissen ein bis zweimal zu wenden. Es könnte ansonsten nur auf einer Seite warm werden sowie im ärgsten Fall einen Schaden nehmen. Das regelmäßige Wenden verhindert das und sorgt dafür, dass alle Kerne gleich viel Wärme aufnehmen.

So wird das Körnerkissen am besten im Kühlschrank oder Gefrierfach gekühlt

Das Körnerkissen kann ohne die Gefahr, durch die Kälte zerstört zu werden so lange im Kühlschrank bleiben, wie man es mag. Beim Kühlen des Kissens im Kühlfach sollte jedoch beachtet werden, dass es dort bei unsachgemäßer Benutzung Schaden nehmen könnte. Die Körner könnten nämlich durch Gefrierbrand unbrauchbar werden. Wenn man Körnerkissen jedoch in einen Gefrierbeutel hineingibt sowie luftdicht verpackt, ist es davor geschützt. Es kann dann ohne Probleme auch im Gefrierfach gekühlt werden.

Wo kann man das Körnerkissen kaufen?

Körnerkissen werden in Drogeriemärkten und teilweise auch schon in Apotheken zum Kauf angeboten. Das Onlineangebot an Körnerkissen ist groß, es gibt sie in großer Auswahl. Für jeden Geschmack gibt es das passende Angebot, denn es werden kleine sowie große Körnerkissen mit verschiedenen Drucken feilgeboten.

Körnerkissen selbst herstellen

Jeder kann sich natürlich sein Kissen auch selber machen. Es kursieren die unterschiedlichsten Anleitungen zum selber nähen des Körnerkissens. In den Anleitungen wird genau beschrieben, welche Stoffe benötigt werden sowie die Art und Weise, wie Füllungen in den Stoff eingebracht werden müssen.